Liebe Leserin, lieber Leser,
Sommerzeit, aber kein Sommerloch umfängt uns – zumindest wenn wir den Blick in die mitteldeutsche Kulturlandschaft
werfen. Künstlerisch wird hier so manches zusammengeschmolzen und das liegt bei weitem nicht nur an der hochstehenden Sonne.
Da wäre die Band Dante’s Dream, die ihr neues Album „Siebensein“ in Leipzig präsentiert. Die Inspiration dazu kam von einem Kunstprojekt namens Hohe Worte – Worte wie Liebe, Mühe, Angst, Glück oder Trost leuchten an Leipziger Häuserfassaden auf. Auch in dem Projekt „Die Hochzeit von Text und Bild“ verschmelzen verschiedene Kunstgenres zu etwas neuem. Hier treffen Malerei und Literatur aufeinander, um sich gegenseitig zu befruchten. Viel Kunst gibt’s derzeit auch in Venedig zu sehen beim 54. Festival zeitgenössischer Kunst, immer weniger Kunst dagegen entsteht in Gegenden wie der Oberlausitz – „Einer Idylle, aus der man weg muss“, wie die von dort stammenden Schriftsteller beschreiben. Schade eigentlich, denn dieser Landstrich verblüfft durch wild flirrende Natur, in der sich immer wieder kleine Kulturoasen auftun.
Ein Neuanfang steht dem Hallenser neuen Theater bevor – der neue Intendant Matthias Brenner hat hier schon erste Wegmarken gesetzt und wir haben mit ihm über seine Pläne gesprochen. Das alles und noch viel mehr erwartet Sie in der Kunststoff-Sommerausgabe.
Wie gewohnt finden Sie auch in diesem Kunststoffheft jede Menge Rezensionen und Neuvorstellungen, die Ihnen kulturelle Sommergenüsse bieten mögen.
Eine gute Zeit wünscht Ihnen
Ihr Jonas Plöttner