Karen Lohse

Wolfgang Hilbig. Eine motivische Biografie

Wolfgang Hilbig. Eine motivische Biografie

Von dem 2007 verstorbenen Autor Wolfgang Hilbig existiert bislang keine Biografie. Der Büchner-Preisträger war eine streitbare Persönlichkeit. Sein Bild ist vor allem geprägt vom Schlagwort des Arbeiterschriftstellers. Er war der Heizer, der nachts Weltliteratur verfasste. Erst spät löste er sich von der körperlichen Arbeit, doch der Literaturbetrieb blieb ihm immer fremd.
Karen Lohse sucht den Zugang zum Menschen Hilbig nicht über die klassische biografische Chronologie, sondern über Motive. Anhand von Stichworten wie „Asche“, „Keller“ oder „Macht“ verfolgt sie Hilbigs Lebensweg aus der Kleinstadt Meuselwitz nach Berlin, von einem Dasein als Heizer in das Rampenlicht der deutschen Literaturlandschaft. Dieser neue, intuitive Zugang zu Hilbigs Leben und Werk wird im letzten Kapitel durch Interviews mit Hilbigs Jugendfreunden, Lebensgefährtinnen und befreundeten Autoren abgerundet.

Inhaltsverzeichnis und Vorwort - PDFdownload | Flashbook


über die Autorin


Pressestimmen

Einen Beitrag zu "Wolfgang Hilbig - eine motivische Biografie" ist in der Hollländischen Zeitung de Volkskrant erschienen.


"Ein Mann mit einer ge­bro­che­nen Nase, einer ge­drun­ge­nen Ge­stalt, ein ehe­ma­li­ger Boxer. Sein Geld ver­dient er als Hei­zer. Doch sein ei­gent­li­cher Le­bens­zweck ist das Schrei­ben. Das war Wolf­gang Hil­big."

"Das Buch macht neu­gie­rig auf die Hil­big­schen Texte."

(Szene - Das Magazin der Stadt, 13.11.2008)


"Nichts liegt näher, als in "einer biografischen Annäherung" die Nähe zwischen Leben und Werk herauszuarbeiten. Karen Lohse hat die noch frischen Zeitzeugen-Erinnerungen gesichert und erste interessante Schlüsse gezogen."

(Karim Saab, Märkische Allgemeine, 02.06.2008)
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"Unmittelbar verschränkt die Autorin biographische Wirklichkeit mit künstlerischer Fiktion, Inhalte mit Strukturen."

(Janina Fleischer, LVZ, 02.06.2008)
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"Entlang der biografischen Abfolge wandernd, sucht Lohse immer wieder jenen Bruch, den Literatur besorgt: die Aufhebung des zufällig Linearen, das man Lebens Lauf nennt, in der fiktionalen Steigerung - einer existenziellen Leidenschaft, die just ihre Unerfüllbarkeit zum Programm erhebt."

(Hans-Dieter Schütt, Neues Deutschland, 02.06.2008)
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  • Sachbuch Literaturwissenschaft / Biografie, 144 Seiten, gebunden
  • Art.Nr.: 978-3-938442-44-9
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