505 Kinder verloren während der Zeit des Nationalsozialismus in Leipziger Gesundheitseinrichtungen ihr Leben, weil sie durch ihre Behinderungen als »unwert« eingestuft wurden. Mit dem Thema der Euthanasieverbrechen in Leipzig beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren in den Beiträgen des vorliegenden Buches.
Welche strukturellen Bedingungen waren in Leipzig notwendig, um das Euthanasieprogramm umzusetzen? Welche Rolle spielten Ämter und Behören? Wer waren die Täter, die Entscheidungen über »wert« und »unwert« der Kinder trafen? Gleichzeitig gehen die Autorinnen und Autoren den Spuren der Kinder nach. Woher kamen sie? Wie wurde über ihr Schicksal entschieden? Unter welchen Umständen sind sie gestorben?
Das Gedenken an die Kinder würdig zu gestalten, ist sowohl Ziel des vorliegenden Buches als auch Thema der von Jugendlichen erstellten Wanderausstellung »505 Kindereuthanasieverbrechen in Leipzig«.
Beides erinnert an sie.
Pressestimmen:
"Dem faktenreichen, eindrucksvollen Band möchte man gerade in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in Deutschland viele Leserinnen und Leser wünschen."
(Keyvan Dahesch, Süddeutsche Zeitung Nr. 82, 08.04.08)
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"Im Buch werden die strukturellen Bedingungen in Leipzig betrachtet, die nötig waren, um das Euthanasieprogramm umzusetzen. Und ebenso wird die Rolle von Ämtern und Behörden thematisiert und gefragt, wer die Täter waren, die über "wert" und "unwert" der Kinder entschieden."
(Angelika Raulien, LVZ, 18.04.2008)
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