Drei Geschichten in einer erzählt der Roman »Porcella« – und alle drei handeln recht eigentlich von der Liebe: Da ist Antoine Tessen, der mysteriöse und zeitlose Deutsche, den wir 1980 in New York treffen und über den zwar allerlei Gerüchte kursieren, aber nichts Genaues bekannt ist – außer, dass er der größte lebende Künstler darin ist, Porzellan zu formen, dass er immer wieder schöne Frauen zu Musen kürt, dass seine Porzellansammlung den Neid aller Museen der Erde erweckt und dass er einst die Gräfin Gernhaym, seine Gönnerin, über alles liebte. Seine amour fou zum »Zerbrechlichsten, Schönsten, was die Hand und der Geist des Menschen je hervorbrachten« ist wahrhaft epochal, Tessen vereinigt die Gabe der größten bekannten Skulpteure des 18. Jahrhunderts in sich, und er allein ist für die Renaissance der Porzellankunst in der Gegenwart verantwortlich. Als er Marguerite trifft, eine New Yorker Galeristin, schickt sich der geheimnisvolle Künstler an, noch einmal mit zarten Federstrichen zarteste Bande zu knüpfen und beginnt bei den Sitzungen für Marguerites Figur seine Lebensgeschichte zu erzählen, die untrennbar mit der Historie des Porzellans verbunden ist, das in den Weiten Chinas seinen Ursprung hat, den Weg nach Europa findet, in die Hände zunächst des Adels und dann des erstarkenden Bürgertums, um schließlich in Tessen selbst zur Apotheose zu finden. Drei Liebesgeschichten birgt dieses Leben, drei Geheimnisse, doch das größte Mysterium bleibt die Figur Antoine Tessen selbst. Die Geschichte eines Porzellankünstlers, filigran und zerbrechlich wie das Material, das er bearbeitet.
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Weblesung von Harald Nicolas Stazol auf lithh.de:
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Mehr über den Autor finden sie hier und auf seiner Homepage.
Pressestimmen:
"Stazol führt uns in eine, für die meisten, bislang unbekannte Welt. Er tut dies kenntnisreich und nicht belehrend. Man verfolgt die Geschichte des alten Meisters mit Spannung und Vergnügen."
"[...] lesenswert - denn er beleuchtet Kreativität und Sammelleidenschaft aus einem anderen Blickwinkel: In Zentrum seiner Betrachtung steht das Kunsthandwerk, dass gerade für uns in Europa über Jahrhunderte von ganz besonderer Bedeutung war."
(Roswitha Zytowski, artports.com, 31.12.2010) zum Artikel"Mehrere Liebeserklärungen gibt der Schriftsteller mit diesem Roman ab: an das Porzellan, an die Liebe und an die Schönheit der Sprache."
"[...] Stazol [...] schafft mit seinem Roman ein Symbol, wie wir es auf barockem Porzellangeschirr so häufig finden: filigran, und doch voller Kraft. Da ist denn auch eher als Kunstgriff zu verstehen, dass Stazol sich immer dem Verschachteln von Sätzen hin gibt: Hier findet einer Erfüllung, der von Berufs wegen eigentlich auf den kurzen, prägnanten Satz abonniert ist."
(Stefan Reis, Main Echo, 14.08.2010) zum Artikel"Dem Hamburger Kultur-Journalist Harald Nicolas Stazol gelingt in Porcella das gleichsam alchemistische Kunststück, aus dem "Weißen Gold" eine spannende Story zu gewinnen."
(Bernhard Hartmann, General Anzeiger, 28.07.2010) zum Artikel
"Virtuos gleicht der erfahrene Journalist Stazol in seinem Debüt die Sprache der Materie an und greift ein in der Literatur bisher wenig beachtetes Thema gekonnt auf."
(Regine Mitternacht, ekz, 05.07.2010)
zum Artikel
"Ein lebensbejahendes Buch." Der Verleger Jonas Plöttner im Gespräch mit radio32 über Harald Nicolas Stazols Buch "Porcella".
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