"Sie wollte irgendwohin. Nun ist sie dort und nur noch das, was geschehen wird, soll wichtig sein und das, was war, nichtig." Eine junge Frau verlässt ihre Heimat, sie "hat etwas verlassen oder auch jemanden." Ihre neue Heimat bleibt namenlos und ist doch bald als Los Angeles erkennbar. Sie findet eine Wohnung, eine Arbeit, sie kauft sich ein Auto und scheint bald dazuzugehören. Doch ankommen wird sie, so sehr sie sich danach sehnt, nie. Denn die Menschen sind in dieser Stadt, "weil das Abstreifen leichter fällt als anderswo."
In bestechend klaren Sätzen schildert Schädlich den Prozess der Aneignung der Fremde. "Nirgendwoher, irgendwohin" ist nicht nur die Geschichte einer Suche nach Verbindlichkeit in einer unverbindlichen Welt, sondern zugleich die raffiniert konstruierte Geschichte einer flüchtigen Liebe zwischen einem Mann und einer Frau.
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Leseprobe - PDFdownload | FLASHbooküber die AutorinPressestimmen
"Die Autorin bietet konzentrierte Kamerafahrten im Mikrokosmos der Sozialisation. Doch nur ansatzweise bekommt Ljuba eine Biografie. Ljuba ist überall Gast. Sie trifft auf L. und O., die ihr Quartier geben, und später auf S. und A. Alles Singels. Die Vereinzelung ist fortgeschritten. [...] Es ist alles schon gesagt, aber nicht alles erzählt. Ein Anspruch, den Susanne Schädlich mit diesem Kurzroman auf sich nimmt."
(Ralph Grüneberger, Kreuzer 10/2007)
"Nirgendwoher, irgendwohin" ist Susanne Schädlichs literarisches Debüt, und es ist besonders - vor allem in der Erzählweise einer kunstvoll gefügten Reflexion, in die sich Stimmen mischen.
(Janina Fleischer, 18. Januar 2008, LVZ)
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"... der von Stummheit chiffrierte Monolog einer jungen Frau, die dem Echo ihrer eigenen Stimme lauscht.
Es ist seltsam und erklärungsbedürftig, warum diese Art von Melancholie die Protagonistin gerade in Kalifornien befällt, einer virtuellen und doch höchst realen Wüste, die, nach einem Wort von Jean Baudrillard, dem Kino entsprungen zu sein scheint, eine Welt, an der man, frei nach Brecht, nur zu kratzen braucht, damit unter dem Firnis der Zivilisation die Wildnis zum Vorschein kommt."
"Es ist der Weltschmerz des jungen Werther, nicht Dürers nachtschwarze Melancholie, die in diesem schönen Werk zum Ausdruck kommt."
"Susanne Schädlichs Romandebüt erzählt vom Weltschmerz in Kalifornien und überzeugt durch subtile Erzählkunst."
(Hans Christoph Buch, 10. Januar 2008, die Zeit Nr. 3)
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"Ihr melancholischer Ton ist von unerhörter Dringlichkeit. Ganz der Vater, nur weiblicher. Ein lesenswertes Buch."
(Autorenblog "Ortszeit", Roland Mischke 13.02.08)
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