Die 16jährige Ania verliebt sich 1986 auf einem sachsen-anhaltinischen Dorf in den Außenseiter Bernd. Doch als Bernd als Bausoldat zur Armee eingezogen wird, verlieren sich die beiden aus den Augen. Drei Jahre später treffen sie sich zufällig auf einer Montagsdemonstration in Leipzig wieder. Bernd ist Fotograf. Mit seiner Kamera ist er mittendrin in den politischen Veränderung. Er ist das „Auge der Wende“ und aktiver Kämpfer für den Aufbruch, während Ania die Veränderungen Angst machen und in innere Konflikte stürzen. Hinzu kommt, dass Bernd mittlerweile mit Anias bester Freundin Miriam zusammen ist.
Inmitten des Umbruchs von 1989 geraten die Figuren in einen Strudel der Ereignisse, der ihr Leben verändert. Dicht und poetisch erzählt Wildenberger eine packende Liebesgeschichte – und zeichnet ganz nebenbei ein authentisches Bild der Wende von 1989.
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über die Autorin
Rezension
"Wir wissen, was wir nicht mehr wollen, wohin aber soll der Weg führen? ... Die Aufrichtigkeit der Proteste auf den Straßen kann das junge Mädchen im Persönlichen nicht schaffen. Der erstaunlich gute Debütroman geht souverän mit diesem Konflikt um. Die spannungsvolle Schilderung der Vorgänge im Hintergrund der Friedensgebete und Demonstrationen, die Zwänge und Ängste, Ratlosigkeiten und Zerwürfnisse ist nahezu reportagehaft."
"Die spannungsvolle Schilderung der Vorgänge im Hintergrund der Friedensgebete und Demonstrationen, die Zwänge und Ängste, Ratlosigkeiten und Zerwürfnisse ist nahezu reportagenhaft. Insofern ist der Roman auch aufschlussreich."
(Reinhold Lindner, Freie Presse, 20./21. März 2008)
komplette Rezension
"Es ist nicht der Sarkasmus der Immer-schon-Helden-Gewesenen, der das Buch lebendig macht. Es ist auch nicht der Spott über die ohnmächtig Mächtigen. Es ist der genaue, einfühlsame Blick einer Autorin, die erzählt, als hätte sie alles selbst erlebt."
"Denn mit "Montagsnächte" hat sie sich schon mehr getraut als viele, viele andere, die den Herbst 1989 glorifiziert haben oder die Zeit davor. Als wenn es darum ginge. Als wenn es nicht um das kleine, menschliche Leben, um ein bisschen Mut, Ehrlichkeit und Lebensfreude ginge. Und die tägliche Hoffnung, dass es ab und zu mal gut geht. Selten, ganz selten wird so ein Buch daraus."
(Ralf Julke, l-iz.de, 11. November 2007)
komplette Rezension
"Wenn die Autorin für die Geschichte ihrer Protagonistin die Punk-Szene als Milieu gewählt hätte, die House-Szene oder die 68er Bewegung, so hätte das ein ähnliches Buch ergeben können. Und das ist als Kompliment gedacht. Denn es erscheint überaus glaubwürdig, wie die Hauptfigur, die gerade erwachsen wird, in die Szene des politischen Widerstands gerät, wie sich daran bewegt und was sie darüber berichtet. ? Aber Politik ist für die junge Frau auch nur die Hintergrundmelodie zu ihrem persönlichen Liebeslied, ihrem individuellen Schicksal."
(Nicole Schmidt, literaturkritik.de, 02.02.2008)
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