S. U. Bart

Goodbye Bismarck

Goodbye Bismarck

In Hamburg steht das größte Bismarckdenkmal der Welt. 35 Meter hoch überragt es den Elbpark. Bismarck war der deutsche Überkanzler - bis Helmut Kohl kam. Zwei gewitzte Fahrradmonteure stört das Denkmal ungemein, sie planen eine Aktion, ein weithin sichtbares Statement: Sie wollen den Bismarck-Kopf mit einer Kohlmaske verhüllen.

Dieses wahre Ereignis steht im Zentrum des Romans "Goodby Bismarck". In zwei parallelen Erzählsträngen folgt die Erzählung auf der einen Seite den sympathischen "Tätern" Ulrich Held und Jens Dikupp, und auf der anderen Seite, wie die Aktion entdeckt und am Ende entfernt wird. Eine zentrale Rolle spielt dabei der oberste Denkmalschützer der Hansestadt Erich Huld, den diese Aktion in einen inneren Konflikt stürzt: Kraft seines Amtes ist er für den Schutz des Denkmals zuständig, als Privatmensch hingegen ist er leidenschaftlicher Sammler "ephemerer Kunst". Als Beamter verdammt er diese Aktion, als Privatmensch bewundert er sie. Ist das der Grund, weshalb die Maske zwei Wochen auf dem Bismarckdenkmal blieb?

In einem ganz eigenen Tonfall greift die Autorin eine ungewöhnliche Kunstaktion im Wendejahr 1990 auf und spiegelt somit den politischen Zustand der Republik zwischen Agonie und Aufbruch im Jahr eins nach dem Fall der Mauer. Eine Hommage an die Flüchtigkeit der Kunst, an das subversive Hamburger Milieu und zwei Schelme, die ihre Aktion akribisch planen wie einen Banküberfall.

über die Autorin


Pressestimmen:

"Es ist ein Buch, das man bei einem kühlen Alsterwasser trinken kann oder – wenn die Tage der großen Reden wieder kommen, mit einem heißen Grog. Ein echter Schelmenroman, so richtig gegen den Strich des üblichen deutschen Roman-Lamentos geschrieben. Frisch wie eine Brise am Hamburger Hafen."

(Ralf Julke, L-IZ, 26.09.2009)
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"Goodbye Bismarck" ist ein humoristisch-komödiantischer Roman mit einem guten Schuss Ironie (aber niemals in billigem Zynismus verfallend) und kommt mit unangestrengter, oft lächelnder Leichtigkeit daher. Das Buch ist dabei aber nie seicht oder auch nur oberflächlich."

(Gregor Keuschnig, Glanz und Elend - Magazin für Literatur und Zeitkritik)
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  • Roman / 200 Seiten
  • Art.Nr.: 978-3-938442-62-3
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