René Becher

Etzadla.

Etzadla.

Ein scheinbar harmloser Maifeiertag in einem fränkischen Dorf. Die ganze Gemeinde ist versammelt: Pfarrer, Freunde, Mutter und ein Alleinunterhalter. Nur der Vater fehlt. Über sein
Verschwinden breitet sich das Schweigen der Gemeinde, eine kollektive Verdrängung.
Subtil legt Becher mit seiner Sprache Schicht für Schicht der Wirklichkeit frei, der Wirklichkeit eines Jungen, der sich dem Anpassungsdruck der ihn umgebenden Gesellschaft zu
entziehen versucht. Radikal stellt der Text die Frage nach Mitläufer- und Außenseitertum und nicht zuletzt danach: Was ist Männlichkeit?

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über den Autor


Pressestimmen

"René Becher hat eine fesselnde Erzählung geschrieben. Das Thema ist alt/das Thema ist ewig jung. Landflucht im Osten, Pendlerpauschale, globale Dörfer. Zugezogene sind wir auf der Erde alle."

(Mario Alexander Weber, hr-online, 22. September 2008)
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"Wir lernen viel. Über eine Gemeinde, der nichts so suspekt ist wie ein grundlos fröhliches Kind oder ein gründlich trauernder Jugendlicher. Über die Gewalt des Gutgemeinten. Und über eine fränkische Sprache."

(Paul Pietrass, welt-online, 12. September 2008)
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"[...] eine beengend dörfliche Welt. Diese wird von René Becher in Etzadla eingängig und eindringlich beschrieben: Willkommen in unserer gottverdammten Gemeinde."

"Authentisch schildert Becher seinen Antihelden und dessen Verbitterung, hinter der die Sehnsucht nach Geborgenheit in dieser dörflichen Jeder-kennt-jeden-Enge steckt."

"Der Ausdruck ist durch seine Treffsicherheit lebendig, und wiederkehrende Sätze geben der Handlung ein Gerüst. Sein Sprachfluss wird unterstützt durch seine Methode, die Satzenden mit einem aber oder und zu beenden, so dass die Gedanken des Leser weiter fließen. [...] Es entstehen dabei keine Bruchstellen, und man liest sich gern hinein in dieses allzusammenhängende Mosaik."

(Walter Fabian Schmid, 29.04.2008, poetenladen.de)
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"Die vorgegaukelte Heimatidylle lässt zuletzt auch den Leser desperat zurück."

(Julia Gabler, :logbuch - Beilage vom Kreuzer März 2008)

  • Erzählung, 128 Seiten, gebunden
  • Art.Nr.: 978-3-938442-42-5
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