Bastian Wierzioch

Doch Dunkel

Doch Dunkel

Jede Entscheidung erschafft zwei mögliche Realitäten. Warum muss es einen dann gerade in eine der unschönen verschlagen? Felix Steiner lebt im Jahr 2030, wo Menschen spurlos verschwinden oder grausam ermordet werden. Für ihn nur abstrakte Fälle in den Medien, bis er selbst verschwindet.

Er erwacht in einem Krankenhaus und erlebt eine Anti-Amnesie: nur an seinem eigenen Gedächtnis kann er sich festhalten, die Außenwelt ist erschreckend fremd. Er ist in eine parallele Realität übergewechselt, die von einem totalitären Regime beherrscht wird und auch einen Menschen namens Felix Steiner enthält, der als stupider Befehlsempfänger im Verwaltungsapparat der Obrigkeit beschäftigt ist.

Felix muss nun mit dem Leben seines unangenehmen „Alter ego“ zurechtkommen, mit seiner indoktrinierten Familie, seinem stupiden Job, um bloß nicht aufzufallen und als „Spion“ enttarnt zu werden. Sprache, Kultur, Mitmenschen: Vertrautes wird plötzlich fremd, was weitaus schlimmer ist als Fremdem neu zu begegnen. So schließt sich Felix einer Untergrundorganisation von anderen „Spionen“ an, die versuchen, die unerträgliche Situation zu ändern. Zudem passieren auch hier grausame Morde nach dem gleichen Muster wie in Felix´ alter Welt …

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über den Autor



Pressestimmen

"... eine durchdachte Angelegenheit."

"... denn der Leser produziert selbst dieses nichtexistente Hörspiel, zwischen den Ohren."

"Und die Momente, in denen nur Steiners Gedanken - in der rechten Spalte - sich überschlagen, einen stream of concsiousness erzeugen, der ahnen lässt, dass hier ein Autor mit Potenzial am Werke ist."

"Für den Leser, der sich auf ein Experiment einlassen kann, wird Doch Dunkel jedoch eine lang anhaltende Erfahrung sein."

(Karsten Kruschel, Lit Heart, 27.12.2011)
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"Bemerkenswert ist hingegen die Ver­flechtung verschiedener Erzähl­ebenen im Text. Durch Steiners Erinnerungen an sein bisheriges Leben werden die Parallelwelten denkbar einfach, dennoch äußerst geschickt miteinander verknüpft."

"[...], so gelingt es Wierzioch durch einen formalen Trick den Leser neu zu fordern. Denn streng genommen ist „Doch Dunkel“ kein Roman, sondern ein gedruck­tes Hörspiel, welches auf auktoriales Erzählen verzichtet."

"Hier offenbaren sich Wierziochs Qualitäten als Hörfunkautor, der es glänzend versteht den Hörer bzw. Leser eng an seine Story zu binden."

"Mit viel Gefühl für dialogisches Erzählen hat Bastian Wierzioch eine Geschichte geschrieben, deren Vertonung sich förmlich aufdrängt."

(Mario Osterland, poetenladen.de, 12.10.2010)
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"Und immer wenn man mal wieder denkt, es gäbe nichts Neues in der Literatur mehr zu entdecken und alle Formen des Schreibens wären bekannt, dann kommt von irgendwo ein kleines Buch daher, das einen darüber belehrt, dass dem nicht so ist."

"Man wagt es heute kaum noch, die Begriffe Postmoderne oder postmodernistisch in den Mund zu nehmen – aber anders ließe sich das, was der Leipziger Jounalist und MDR-Moderator Wierzioch als Erstlingswerk da abgeliefert hat, schwerlich beschreiben."

"[...] empfehle ich jedem, der Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, sich auf Wierziochs Experiment Doch Dunkel einmal einzulassen."

"Ich halte den Roman für einen streckenweise sehr unterhaltsames und manchmal auch sehr witziges Buch, das in interessanter Weise die Möglichkeiten postmodernen Erzählens erfolgreich auslotet und hier tatsächlich neuen Raum für das Spiel der Zeichen gewinnt."

(Dystopia, 11.10.2010) 
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"Was die schlüssig aufgebaute Handlung im Stil von Georg Orwells visionärem '1984' zusätzlich spannend macht, ist die Darstellungsform, die der Autor wählt. Beinahe dadaistisch hat er seinen Roman aufgebaut, mit eigenwilliger typografischer Gestaltung. Das mag zunächst gewöhnungsbedürftig erscheinen und etwas Konzentration erfordern. Es erweist sich aber als kluger Trick des auktorialen Erzählers."

"Gut gemacht- und ganz schön dunkel..."

(Julia Marre, Leipziger Volkszeitung, 12.09.2010)
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"Mit »Doch Dunkel« hat Bastian Wierzioch ein sperriges, aber gerade deshalb unbedingt lesenswertes Buch geschrieben."

(Anna Dumange, junge Welt Nr.136, 16. Juni 2010)

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  • Eine Parabel, 139 Seiten, gebunden
  • Art.Nr.: 978-3-938442-82-1
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