Hans Waal

Die Nachhut

Die Nachhut

Als der letzte Büchsenöffner abbricht, kommt es in einem geheimen Bunker nahe des Autobahndreiecks Wittstock zur Meuterei: Nach mehr als 60 Jahren unter der Erde ist die eiserne Disziplin von vier alten Männern der Waffen-SS endgültig erloschen und sie beschließen den Ausstieg. Ans Tageslicht treten vier schwer bewaffnete Gespenster der Vergangenheit. Verfolgt von begeisterten brandenburgischen Neonazis, gejagt von Ärzten und der Polizei und begleitet von Fernsehleuten, die zunächst die große Story wittern, bevor sie das ganze Drama der verstörten Opas begreifen, schlagen sie sich durch das wiedervereinte Deutschland bis in die „Reichshauptstadt“ vor.
Hans Waal erzählt diese raffiniert konstruierte Geschichte aus drei Perspektiven, die zugleich unseren Umgang mit der Vergangenheit symbolisieren:
der Tagebuch-Perspektive eines alten Nazis, der einer enagierten Politikerin aus dem 68er-Milieu und der eines jungen Kameramannes.

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über den Autor

Pressestimmen

"Was würden wohl vier alte Nazis sagen, zur Bundesrepublik im Jahre 2004? Fragen wir Fritz, Otto, Josef und Konrad. Sie haben die letzten 60 Jahre in einem Bunker verbracht, irgendwo in der brandenburgischen Pampa. Weil ihr Dosenöffner zerbricht, beschließen sie, sich ihrem Befehl zu widersetzen. Schwer bewaffnet verlassen sie ihr unterirdisches Quartier..."

"Sein Roman Die Nachhut ist irrwitzig skurril, unterhaltsam und klug. Manchmal auch geschmacklos und etwas platt. Aber das kann er verkraften."

(Michael Schlieben, Die Zeit, 16.07.2010)
zum Artikel


"Bereits George Tabori oder Günter Grass haben sich in Theaterstücken und Romanen der NS-Zeit mit satirischen und grotesken Mitteln genähert. Wie auch Waal in seinem komischen und zugleich nachdenklichen Debütroman, in dem vier uralte, schwer bewaffnete SS-Männer nach 60 Jahren unter der Erde aus ihrem geheimen Bunker bei Wittstock gekrochen kommen und sich noch immer im Krieg wähnen. Wie sie auf das neue Deutschland reagieren und wie die neuen Deutschen - Politiker, Neonazis, TV-Leute, Enkel - auf sie, das ergibt eine köstliche Lektüre, bei der man zwischen lauten und erstickten Lachern hin- und hergerissen ist."

(Schweriner Volkszeitung, 06.09.2008)

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"Aus drei Perspektiven erzählt er seine groteske Geschichte über "Die Nachhut", die, ja, was eingentlich ist: satirischer Thriller? Ironische Vergangenheitsbewältigung? Gesellschaftskritische Farce? Tragikomischer West-Ost-Roman?
Tatsächlich gelingt Waal ein Kunststück: Hochkritisch sind die Szenen, in denen die Alt-Nazis aufs neue Deutschland treffen und versuchen, es mit ihren Vorstellungen anzugleichen."

"Bevor es zu platt wird, zieht Waal indes stets die Reißleine - und so wird sein Buch fast nebenbei auch zur klugen Reflexion des gesamtdeutschen Umgangs mit Geschichte."

(Mitteldeutsche Zeitung, 12.07.2008)
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Radiobeiträge

"Im Grunde ist es eine Parabel darauf, wie wir mit der Zeit des Nationalsozialismus umgehen."

(Interview mit Hans Waal beim freien Radiosender Corax vom 9.5.2008)
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"Scharfe Satire wie sie geschichtsträchtiger und aber aktueller nicht sein könnte."

(Radio Fritz, 25.06.2008)
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"Hans Waal gelingt es glaubwürdig das heutige Deutschland zu reflektieren aus der Sicht von vier original - weil eben im Bunker konservierten - Nazionalsozialisten."

(MDR Figaro)
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  • Roman, 332 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
  • Art.Nr.: 978-3-938442-43-2
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