Gerhart Pohl

Bin ich noch in meinem Haus? Die letzten Tage Gerhart Hauptmanns

Bin ich noch in meinem Haus? Die letzten Tage Gerhart Hauptmanns

"Die Weltgeschichte ist ausgerutscht", so äußerte sich der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann immer wieder über das, was sich in den letzten zwei Jahren seines Lebens um ihn herum abspielte. Was er sah, war das brennende Dresden, Heimatvertriebene, gequälte Seelen auf allen Seiten.
Der Zweite Weltkrieg war beendet, die Irrungen und Wirrungen um Grenzverläufe begannen und mittendrin stand Hauptmanns Haus Wiesenstein wie eine Festung. Durch Gerhart Hauptmann – von allen Seiten verehrt und geschützt – bildete Wiesenstein in Agnetendorf ein Stück Sicherheit in Zeiten größter Umbrüche. In jenen Tagen begleitete Gerhart Pohl den Dramatiker Hauptmann und beschreibt in seinen nun wiederveröffentlichten Erinnerungen eindrucksvoll die letzten Tage eines der größten Dramatiker des 20. Jahrhundert.

"Trotz seiner tragischen Aussage enthält Pohls Buch über die letzten Tage Gerhart Hauptmanns auch einige Hoffnungsschimmer. Dazu gehören die vielen Kontakte mit Vertretern der sowjetischen Besatzungsmacht, wie etwa mit dem sehr positiv gezeichneten Oberst Sokolow oder Major Kalaschnikow, aber auch mit einigen Vertretern der polnischen Verwaltung wie mit Professor Lorenz oder dem Gymnasialprofessor Górka, der die Trauerrede an Hauptmanns Grab gehalten hatte. Wenn heute im ehemaligen "Haus Wiesenstein" ein polnisches "Gerhart Hauptmann Museum" (in Jagniatków) errichtet wurde, wo internationale Literaturbegegnungen stattfinden, sollten wir uns ausführlich informieren, wie die Vergangenheit dieses Hauses, dieser Region ausgesehen hat. Das Buch Gerhart Pohls über Die letzten Tage Gerhart Hauptmanns kann wie wohl kein anderes dazu beitragen." (
Prof. Dr. Eugeniusz Klin)

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über den Autor


Pressestimmen


"... seine Schilderung ist dramatisch, ja erschütternd."

"Gerhart Pohls Buch erschien zuerst 1953, aus dem Abstand von mehr als einem halben Jahrhundert liest es sich mit noch größerer Spannung."

(Friedrich Albrecht, Leipzigs Neue, 1/2012)
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"In seinen wiederveröffentlichten Erinnerungen beschreibt er eindrucksvoll die letzten Tage Hauptmanns"

(angezettelt, 01/2012)

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"Für die meisten heutigen Leser ist nicht nur das Buch eine Entdeckung, sondern auch das darin Geschilderte. So bildhaft liest man eher selten über die Folgen, die die Entscheidungen der gerade Mächtigen irgendwo an ihren grünen Verhandlungstischen für die Schicksale der Menschen haben."

(Ralf Julke, Leipziger Internetzeitung, 25.10.2011)
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"... der einzige große Bericht über die letzten Tage des alten Mannes, der existiert." 

"Da spricht ein Liebender, ein Bewegter, ein Erzähler, der ergriffen und entsetzt ins Chaos des Jahres 1945 blickt."

(Klaus Bellin, Neues Deutschland, 13.10.2011)
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Lesungen

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  • Belletristik / 171 Seiten / Hardcover
  • Art.Nr.: 978-3-86211-044-5
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