Die Welt des Bengt Claasen ist einfach und überschaubar. Er wohnt in Levenhaug, einer kleinen Gemeinde an der norddeutschen Küste und arbeitet als Außenlektor für einen mittleren Belletristikverlag. Durch eine strenge Einteilung seines Tagesablaufes denkt er, den Süchten des Trinkens und Telefonierens jederzeit entrinnen zu können. An den Wochenenden beobachteter Lisa Botabi am Strand,die Enkelin seiner Nachbarin. Er ist fasziniert von ihrer französisch anmutenden Schönheit. Innerhalb der Woche betrinkt sich Claasen konsequent ab neunzehn Uhr, wählt x-beliebigeTelefonnummern, solange, bis er am anderen Ende Frauenstimmen vernehmen kann und hält den Hörer dann tief in sein Zimmer hinein, dahin, wo seine Musik läuft. Aber er ist gar nicht so sehr anden Reaktionen der Frauen interessiert, sondern eher an der Ausdehnung seines großen, norddeutschen Selbstgespräches. Bengt Claasen gerät zunehmend in die Abhängigkeit seiner Illusionen. Eines Tages schickt ihm sein Verleger Gedichte von Yda Scholbing. Schon nach ein paar gelesenen Zeilen weiß Claasen, dass er ihrem poetischen Sprechen hoffnungslos erlegen ist. Die Qualität und völlige Eigenständigkeit dieser Gedichte schockieren ihn und machen ihn sprachlos. Er schreibt ein vernichtendes Gutachten und erkennt erst jetzt, dass seine Zeit in Levenhaug schon lange abgelaufen ist. Wie hatte er sich hier solange über Wasser halten können?
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Der Soundtrack zum Buch wurde von den Musikprojekten „Mitleidin Toronto“ (Thomas Kunst) und „Loggia“ (Fabian Schütze und Thomas Kunst) eingespielt.
über den Autor
Pressestimmen:
"Kunst beherrscht das Hervorrufen komischer Momente."
"ein Roman, der für sich spricht. Und nach dessen Lesen man ganz schnell an die Nordsee reisen möchte, um zu prüfen, wie sich Fingernägel im Sand finden lassen ..."
(Anna Lischper, poetenladen.de, 29.10.2010) zum Artikel"Der Wein, das Meer und die Liebe: Im Roman wie in den Gedichten beherrschen Dionysos, Poseidon und Aphrodite die dichterische Welt von Thomas Kunst."
"Wenn gute Literatur keine Wirkung mehr entfalten kann, nicht beim Leser ankommt, sondern in den Rechen der Kritiker und Kulturfunktionäre hängen bleibt, dann ist "Strandkörbe ohne Venedig" eine Publikumsbeschimpfung."
"Während sieben Jahren ist dieser unangestrengt wirkende Text herangereift. Für zwei Jahre kam die Arbeit völlig zum Erliegen. 50 Ablehnung hat dem Autor das Manuskript eingebracht. In der Form eines Gesamtkunstwerkes gelangt es nun an seine Leser."
(Sebastian Hennig, fixpoetry.com, 13.08.2010) zum Artikel"Eine mystische Reise zwischen Rom und dem friesischen Levenhaug, dem Innen und dem Außen. Die Zuspitzung der Handlung drängt schließlich die Einsicht auf, dass wir auf allen Wegen immer wieder uns selbst begegnen werden."
"Der unbefangene Leser wird gefesselt sein von der heiteren Resignation, in der freilich das Heitere vorherrscht."
(Neues Deutschland, 29.07.2010)
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