
geb. 1926 in Plauen i. V., 1944 Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie, 1946 Immatrikulation an der Bauhochschule Weimar, Praktikum als Bautischler und Zimmermann. Wechsel an die Kunstgewerbeschule Leipzig. Begegnung mit ihrem späteren Lebensgefährten Wolfgang Mattheuer. 1948 - 52 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und Gasthörerin an der Universität Leipzig bei Bloch, Mayer und Jahn. Freischaffend tätig als Grafikerin, Zeichnerin und Autorin. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, Veröffentlichungen kunstwissenschaftlicher und literarischer Texte.
1972 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Leipzig. 2006 gründete sie die "Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung" in Leipzig. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.
Vernissage mit wunderbaren Begegnungen. Ursula Mattheuer-Neustädt zum 85. Geburtstag (Leipziger Rundschau, 13.07.2011)

Ursula Mattheuer-Neustädt. Aus Skizzenbüchern 1947-1997
Die Skizze steht am Beginn des Prozesses der Bildfindung. In ihr wird ein Moment, ein oft flüchtiger, Eindruck festgehalten, ein plötzlicher Einfall, das Ergebnis einer Begegnung. Sie ist so auch Materialsammlung, ein Fundus. Etwas fällt mir auf, weckt mein Interesse. Ob es mehr wird, vielleicht ein Auslöser einer komplexen Bildidee, oder ob es Skizze bleibt, das steht im Moment seiner Entdeckung und Fixierung nicht fest. In diesem Büchlein sind solche gesammelten Momentaufnahmen vereint.
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