
geboren 1965 in Stralsund, studierte nach dem Abitur zunächst Pädagogik in Leipzig und ist seit 1987 als Bibliotheksassistent der Deutschen Nationalbibliothek tätig. Er schreibt Lyrik und Prosa und befasst sich intensiv mit musikalischer Improvisation (Gitarre und Violine). Kunst debütierte 1991 bei Reclam Leipzig mit dem Buch Besorg noch für das Segel die Chaussee. Gedichte und eine Erzählung. Seitdem sind seine Texte in zehn Einzeltiteln (auch als Hörbuch bzw. Musik-CD) sowie in Anthologien, Literaturzeitschriften und im Internet veröffentlicht worden. Er ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum Deutschland.
Preise / Stipendien: 1996 - Dresdner Lyrikpreis. 1999 - Stipendium in Amsterdam. 2003 - einjähriges Stipendium der Villa Massimo in Rom. 2004 - F.-C. Weiskopf-Preis der Akademie der Künste in Berlin. 2009 - Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. 2010 - Arbeitsstipendium im Künstlerhaus lukas, Ahrenshoop (gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern). 2010 - Stipendium im Deutschen Studienzentrum in Venedig.
Interview zu Gast bei mephisto 97.6 [audio - ca. 38:10]

Strandkörbe ohne Venedig (Oktober 2009)
incl. Soundtrack zum Buch auf CD
Die Welt des Bengt Claasen ist einfach und überschaubar. Er wohnt an der norddeutschen Küste und arbeitet als Außenlektor für einen mittleren Belletristikverlag. Durch eine strenge Einteilung seines Tagesablaufes denkt er, den Süchten des Trinkens und Telefonierens jederzeit entrinnen zu können.
An den Wochenenden beobachtet er Lisa Botabi am Strand. Er ist fasziniert von ihrer französisch anmutenden Schönheit. Innerhalb der Woche betrinkt sich Claasen konsequent und wählt x-beliebige Telefonnummern.
Bengt Claasen gerät zunehmend in die Abhängigkeit seiner Illusionen, bis ihm eines Tages sein Verleger Gedichte von Yda Scholbing zuschickt.
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