Reinhard Bernhof

Reinhard Bernhof

Reinhard Bernhof wurde 1940 in Breslau geboren. Nach 1989 war er Gründungsmitglied des Literaturbüros und anderer Literaturvereinigungen in Leipzig. Er veröffentlichte zahlreiche Texte in Lyrik und Prosa. Zuletzt erschienen: "Wegen Schweigens zeige ich mich an", 2009, Leipzig.

Auf Grund eines zweimonatigen Stipendiums der Kulturstiftung Sachsen wohnt und schreibt Reinhard Bernhof zur Zeit in Agnetendorf.

 

Audio / Video

    "Wegen Schweigens zeige ich mich an". Lesung [audio - ca. 15 min]

 

Veröffentlichungen im Plöttner Verlag

Wegen Schweigens zeige ich mich an
(Dezember 2009)

Reinhard Bernhof legt in seiner "poetischen Archäologie" eine Reihe von Texten vor, die eindringlich vermitteln, wie sehr Autoren in der DDR unter der Zensur standen und in ihrer kreativen Arbeit erheblich eingeschränkt waren. Seine Sicht auf die letzten Jahre vor der Friedlichen Revolution hat bisher noch kein Autor so unmittelbar und ehrlich beschrieben. So hat Bernhof eine poetische, persönliche Chronik über die DDR "ausgegraben", deren Schwerpunkt auf den spannungsgeladenen 1980er Jahren liegt und die in dieser Vielfalt und Differenziertheit noch nicht zusammengetragen wurde.

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Die Sitzer - Eine authentische Skurrilität
(Mai 2009)

 

Das Stück handelt vom Untergang eines Weltsystems, das in einem Rondell zwischen zwei Fenstern - lachhaft, grotesk - wie es mitunter zuging, in den Orkus der Geschichte versinkt. B., ein Schriftsteller, der gerade in dieses Rondell eingezogen wird, bemerkt am gegenüberliegenden Fenster einen Mann, den gehbehinderten Mathematiklehrer, Arthur Nißky. Er war unter anderem ausgesucht worden, den vom stellvertretenden Minister befohlenen tschekistischen Befehl gegen B. (B/18713) für einen "Operativen Vorgang" auszuführen. Hat B. gerade deswegen die Wohnung vor der Nase von N. bekommen?

 

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Goldgräberland - Ground Poetry
(Frühjahr 2007)

Die zwischen 1992 und 2006 entstandenen Gedichte sind nur sehr selten um die Herstellung eines sprachlichen Verstecks/Exil bemüht, um Ruhe zu finden und sich seiner Unschuld zu bewahren; vielmehr vermögen sie den Dschungel, in dem wir leben, sichtbarer zu machen (ob aus scheinbar privater Betroffenheit heraus assoziiert oder aus gesellschaftlichen Zusammenhängen). Dafür das Gewissen der Zeit herausarbeiten und Raum schaffen, sagt Bernhof. Es wirkt und handelt immer.

 

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Augenblicke der Kinder - Erzählungen für Kinder (Frühjahr 2006)

 

Das Leben aus Sicht der Kinder - aus Kinderaugen. Die Geschichten machen deutlich, wie man die Welt sehen kann, wenn man noch unbefangen ist, wenn man noch Träume hat und an sie glaubt.

 

Herbstmarathon - Innenräume einer Revolution
(Frühjahr 2005)

 

Reinhard Bernhof erzählt in seinem Buch den Umbruch 89, der in Leipzig seinen Anfang nahm. Seine Texte leben überwiegend von der persönlichen Teilnahme an den Aktivitäten vor und in der Bürgerbewegung, in einer Zeit realer Gefahr, als die sich überstürzenden Entwicklung noch keine Richtungen erkennbar werden ließ: Angst, Staunen, Mitgerissensein bis zum Mitdenken und Handeln.

 

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Pressestimmen

alle Rezensionen auf einen Blick von "Die Sitzer" oder von "Herbstmarathon"

 

weiterführende Links

Informationen zu den "Leipziger Protokollen" auf mdr.de 
zum Text

Informationen zur friedlichen Revolution und ihren Zeitzeugen 
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