
Jochen Gläser wurde am 25. August 1913 in Wernsdorf geboren. Er ist seit 1948 freischaffender Maler und Grafiker. Von 1951 bis 1970 arbeitete er als Lehrer. Bevor er 1978 aus dem Hochschuldienst ausschied, war er 8 Jahre Chor- und Orchesterleiter an der Pädagogischen Hochschule Güstrow.

Zwischen Gestern und Morgen
Im August 1947 wurde der Traum von 3 ½ langen Jahren Wirklichkeit: Heimkehr! Fast 4 Wochen dauerte auf dem eingleisigen russischen Eisenbahnnetz die Heimfahrt. Einer von uns namens Sagasser starb im Waggon, drei wurden in Brest während der Spuranpassung aus dem Zug geholt und mussten wieder zurück. Unvorstellbar hart! Am 20.08.1947 überquerten wir die Oder und erreichten in Frankfurt die Endstation unsres Zuges. Letzter Haar-Total-Kahlschnitt. Am nächsten Tag erster Bahntransport nach Sachsen. Entlassenen ohne Iwans mit MPi nach Pirna auf den Sonnenstein. Am 22.08. gings per Eisenbahn über Dresden nach Roßwein. Jochen Gläser beschreibt sein persönliches Erleben der russischen Kriegsgefangenschaft und gewährt uns einen Einblick in seine Gedankenwelt in Form von Gedichten, die er während dieser Zeit geschrieben hat.